Erneute Klage gegen HASPA wegen gescheiterter Swapgeschäfte vor dem LG Hamburg

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht M. Leipold reicht erneut Schadensersatzklage gegen die HASPA wegen gescheiterter Swapgeschäfte ein.

Bereits seit längerer Zeit fällt die HASPA wegen gescheiterter Swapgeschäfte auf. Immer mehr Kunden melden sich mit hohen, oft siebenstelligen Verlusten. Die HASPA hat dabei meist sehr lange Laufzeiten bei den Geschäften gewählt und eine Aufklärung über den anfänglich negativen Marktwert trotz Notwendigkeit nicht durchgeführt.

 

Als Zinssicherung wurden die Swaps durch die HASPA oft angeboten und werden zwischenzeitlich aufgrund des niedrigen Zinsniveaus zum  Problem von Immobilienfinanzierungen. Die Sparkassen galten lange als extrem konservativ bei den angebotenen Produkten. Mit dieser Art von Geschäft haben daher die meisten Kunden nicht gerechnet.

Aber auch hier wurden wie bei den meisten Privatbanken Swaps als Gewinnbringer für die Bank an die Kunden verkauft. Dies ist spätestens seit den letzten 5 Jahren bekannt. Oft haben die Sparkassen sogar noch komplexere Geschäfte den Kunden verkauft.

 

Dabei wurde meistens als Alternative zu einem Festzinsdarlehen, ein variables Darlehen mit einem Zinsswap angeboten. Der angebliche Vorteil, wäre die Zinssicherung auf dem damals angeblich niedrigen Niveau. Die Darlehen jederzeit ablösbar ohne Vorfälligkeitsentschädigung und eine Zinssicherung bis zu 30 Jahren. Bei Festzinsdarlehen können maximal 10 Jahre fest gelegt werden.

 

Was als eine Chance Seitens der HASPA angeboten wurde, ist heute genau die Kehrseite der Geschäfte. Es ist zwar richtig, dass die Kunden ohne Vorfälligkeitsentschädigung aus den variablen Darlehen aussteigen können. Beispielsweise bei einem Verkauf der Immobilie.

 

Der Swap als getrennter Vertrag vom Darlehen bleibt aber bestehen. Oder er wird zu einem oft hohen sechsstelligen Betrag aufgelöst. Eine mögliche Wertsteigerung des Immobilienprojekts in der Vergangenheit wird dadurch oft völlig aufgebraucht.

 

Von den Auswirkungen möglicher negativer Zinsen wurde bei Abschluss der Swaps nicht gesprochen.

 

Betroffene Kunden können sich allerdings wehren. Wenn Swap und Darlehen nicht konnex sind, gibt es gute Möglichkeiten einer Rückabwicklung. Auch eine fehlende Aufklärung über das tatsächliche Risiko kann zu Schadensersatz führen. Die Gerichte urteilen diesbezüglich bereits seit 2011 oft gegen die beratenden Banken.

 

Die Mandanten der Rechtsanwaltskanzlei Leipold wollen ihren Schaden ersetzt erhalten und reichen daher vermehrt Klage beim LG Hamburg ein, sofern die zuvor durchgeführten außergerichtlichen Verhandlungen nicht erfolgreich waren.

 

Gerne können sich betroffene Kunden der HASPA an Rechtsanwalt Leipold wenden, um eine Ersteinschätzung ihres Falls zu erhalten.

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