Hambuger Sparkasse (HASPA) – Swaps mit zu langer Laufzeit sind problematisch

Bei der HASPA kommen immer mehr Swaps mit überdurchschnittlich langen Laufzeiten zum Vorschein. Die HASPA hat Laufzeiten weit über 10 Jahre und liegt daher auf einem Spitzenplatz im gesamten Bundesgebiet. Der Nachteil für die Kunden liegt auf der Hand. Eine Zinsbindung die die gesetzlich erlaubten 10 Jahre bei weitem übersteigt.

Aus dieser Situation ergibt sich allerdings ein großer Vorteil für die Kunden. Die Geschäfte sind durch diese Konstellation nicht mehr konnex und die HASPA musste nach der aktuellen Bundesgerichtshofrechtsprechung über einen anfänglich negativen Barwert aufklären, was sie unstreitig nicht gemacht hat.

Die Folge ist, dass die Geschäfte rückabgewickelt werden müssen. Im Ergebnis erhält der Kunde daher sämtliche Zahlungen auf den Swap von Beginn an zurück und der Swap muss ohne Kosten aufgelöst werden.

Aber es gibt auch einen weiteren Angriffspunkt bei zu langen Swaps, egal bei welcher Bank sie abgeschlossen worden sind. § 489 BGB verbietet eine Verlängerung bzw. Erschwerung des Kündigungsrecht bei Darlehen. In der Folge ist sowohl das Darlehen als auch der Swap unwirksam.

Wichtig ist die Verjährung zu beachten. Dieses Jahr verjähren endgültig alle Swaps aus dem Jahr 2007. Betroffenen Kunden wird daher empfohlen Ihre Swapunterlagen von einem Experten überprüfen zu lassen.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold ist seit 2007 auf die erfolgreiche Durchsetzung von Swapansprüchen spezialisiert und berät auch gerne Vorort.

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