Hamburger Sparkasse – 25.088,4 Mio Euro an Zinsswaps in der Bilanz 2017 ausgewiesen

In der Bilanz der Hamburger Sparkasse sind alleine Ende 2017 für Euro 25.088,4 Mio. Euro Zinsswaps ausgewiesen. Laut eigenen Angaben ein großer Teil für Kunden. Der Großteil hat davon eine Laufzeit von länger als 5 Jahren.

Sieht man sich den Unternehmensbericht der Hamburger Sparkasse 2017 genauer an, findet man im Anhang das ganze Ausmaß der Swapgeschäfte. Offenbar hat die Hamburger Sparkasse sowohl für Kunden, als auch für sich selbst eine erschreckend hohe Anzahl an Geschäften abgeschlossen. Insbesondere mit Laufzeiten länger als 5 Jahre.

 

Die Hamburger Sparkasse fällt in den vergangenen Monaten immer wieder auf, weil sich Kunden mit hohen Verlusten aus diesen Zinswetten in der Leipold Rechtsanwaltskanzlei, Hamburg melden. Wie bereits berichtet sind die extrem langen Laufzeiten dabei auffallend. Keine andere Bank in Deutschland ist bisher mit so hohen Laufzeiten in diesem Maße aufgefallen. 

Einzelne Mandanten haben Laufzeiten von 30 Jahren. Die Swaps würden dabei erst enden, wenn die Kunden bereits weit über 90 Jahre alt sind. Für die Kunden ist dies besonders ärgerlich, weil die Hamburger Sparkasse noch im Jahr 2011 solche Geschäfte abgeschlossen hat, als die Banken bereits das dauerhaft niedrige Zinsniveau erkannt haben mussten.

Rechtsanwalt Leipold liegen Fälle vor, in dem 2011 Swaps mit 30 Jahren Laufzeit und einem vereinbarten Zins von 4,3 % und höher  abgeschlossen worden sind.

Bereits im Jahr 2018 haben die Kunden dadurch Schäden in sechs bis siebenstelliger Höhe erreicht. Die Finanzierungen sind dadurch meistens ruiniert. Ein geplanter Verkauf der Immobilien mit Gewinn, wird durch die Verluste aus den Swaps aufgezehrt.

 

Bei Abschluss wurden variable Darlehen mit dem Hinweis der absoluten Flexibilität verkauft. Was niemand der Kunden so richtig verstanden hat, ist die Problematik, dass man aus einem Swap nicht einfach aussteigen kann. Zumindest nicht ohne Ablösezahlung.

 

Interessant ist der Zeitpunkt in dem die Hamburger Sparkasse offenbar eine Vielzahl der Geschäfte verkauft hat. Im Jahr 2011 gab es nämlich bereits ein bedeutendes Urteil des Bundesgerichtshofs gegen die Deutsche Bank. In diesem Urteil wurde die Deutsche Bank zu Schadensersatz verurteilt, weil sie die Firma Ille nicht richtig über die Risiken bei Swaps aufgeklärt hatte. Danach folgten Urteile in ganz Deutschland durch alle Instanzen die die jeweiligen Banken zu Schadensersatz bei gescheiterten Swapgeschäften verurteilten.

 

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold ist seit Jahren maßgeblich an der Rechtsprechung gegen Banken bei Swaps beteiligt und hat sich seit 2007 auf die erfolgreiche Durchsetzung von Ansprüchen aus gescheiterten Swapgeschäften spezialisiert.

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