Hamburger Sparkasse – Swapgeschädigte werden immer mehr

Seit 2014 wird die Liste der geschädigten Swapkunden der Hamburger Sparkasse immer länger. Die SChäden betragen dabei oft mehrere hunderttausend Euro. Oft geht es sogar in die Millionen. Die Hamburger Sparkasse hat in den letzten Jahren versucht, zahlreiche Kunden in Vergleichen ohne rechtlichen Beratung zu besänftigen. Soweit die Vergleiche der Kanzlei Leipold vorliegen, waren diese oft erneut nicht zum Vorteil der Kunden.
 
Daher melden sich nun auch immer öfter Kunden der HASPA die ihre bereits abgeschlossenen Vergleiche rückgängig machen wollen. Dazu muss man sehr detailliert das Zustandekommen dieser Vereinbarungen prüfen. 

Sparkassen waren immer die konservativen unter den Banken. Aber auch hier wurden wie bei den meisten Privatbanken Swaps als Gewinnbringer für die Bank an die Kunden verkauft. Dies ist spätestens seit den letzten 5 Jahren bekannt. Oft haben die Sparkassen sogar noch dramatischere Geschäfte den Kunden verkauft.

 

Dabei wurde meistens als Alternative zu einem Festzinsdarlehen  ein variables Darlehen mit einem Zinsswap angeboten. Der angebliche Vorteil, wäre die Zinssicherung auf dem damals aktuell niedrigen Niveau. Die Darlehen jederzeit ablösbar ohne Vorfälligkeitsentschädigung und eine Zinssicherung bis zu 30 Jahren. Bei Festzinsdarlehen können maximal 10 Jahre fest gelegt werden.

 

Was als die absolute Chance Seitens der HASPA angeboten wurde, ist heute genau die Kehrseite der Medaille. Es ist zwar richtig, dass die Kunden ohne Vorfälligkeit aus den variablen Darlehen aussteigen können. Beispielsweise bei einem Verkauf.

 

Der Swap als getrennter Vertrag vom Darlehen bleibt aber bestehen. Oder er wird zu einem oft hohen sechsstelligen Betrag aufgelöst. Eine mögliche Wertsteigerung des Immobilienprojekts wird dadurch oft völlig aufgezehrt.

 

Von den Auswirkungen negativer Zinsen war darüber hinaus gar kein rede bei Abschluss der Swaps.

 

Betroffene Kunden können sich allerdings wehren. Wenn Swap und Darlehen nicht konnex sind, gibt es gute Möglichkeiten einer Rückabwicklung. Auch eine fehlende Aufklärung über das tatsächliche Risiko kann zu Schadensersatz führen. Die Gerichte urteilen diesbezüglich bereits seit 2011 oft gegen die beratenden Banken.

 

Aus diesem Grund bestehen auch hier gute Chancen auf eine außergerichtliche Lösung solcher Streitigkeiten.

 

Betroffenen Kunden wird daher empfohlen, ihre Swapunterlagen von einem Spezialisten prüfen zu lassen.

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