Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg- auch hier wurden Swaps zusammen mit der Helaba verkauft

Nun haben sich die ersten Kunden mit gescheiterten Swapgeschäften der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg an die Rechtsanwaltskanzlei Leipold gewendet. Auch die Kreissparkasse hat zusammen mit der Helaba Swaps mit sehr langen Laufzeiten an die Kunden verkauft. Die Laufzeiten sind dabei länger als 10 Jahre und nicht Konnex zum Grundgeschäft, weil sie im Dreipersonenverhältnis verkauft werden sind.

Daraus ergeben sich verschiedene Aufklärungspflichten der Kreissparkasse. Die Kreissparkasse weißt jegliche Schuld von sich und hat einen Ersatz des Schadens außergerichtlich abgelehnt. Nunmehr ist Klage beim Landgericht Lübeck eingereicht worden. 

 

Interessant dürfte auch sein, dass auch die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg wie auch andere Banken in Deutschland noch 2008 rechtswidrig Bearbeitungsgebühren für Darlehen auch im gewerblichen Bereich erhoben hat.

 

Der Vorwurf im Zusammenhang mit der Beratung zu den  Swaps ist weitreichend.

 

Seit 2005 gibt es verschiedene Ansätze gescheiterte Swapverträge anzugreifen. In jüngster Zeit ist es die extrem lange Laufzeit und die nicht vorhandene Konnexität bzw. das generelle Problem von Forward Swaps.

In diesem Bereich werfen vor allem Swaps der im Norden aktiven Sparkassen und Privatbanken Probleme auf und werden derzeit besonders oft aufgrund der sehr langen Laufzeiten zu Verlustfallen der Kunden.

Viele Kunden haben bereits hohe sechs- und siebenstellige Verluste aus den Swaps aufgebaut und dadurch die zumeist zu Grunde liegende Immobilienfinanzierung komplett gefährdet.

Aber man kann sich gegen diese Geschäfte wehren. Bereits seit 2011 gibt es zahlreiche Entscheidungen des Bundesgerichtshofs zu diesem Thema. So beispielsweise das erste Urteil aus dem Jahr 2011 Az.: XI ZR 33/10. Aber auch später in den Jahren 2015-2018 gibt es immer mehr Entscheidungen zu Gunsten der geschädigten Swapkunden.

Einzelne Mandanten der Hamburger Sparkasse beispielsweise haben Laufzeiten von 30 Jahren. Die Swaps würden dabei erst enden, wenn die Kunden bereits weit über 90 Jahre alt sind. Für die Kunden ist dies besonders ärgerlich, weil die Hamburger Sparkasse noch im Jahr 2011 solche Geschäfte abgeschlossen hat, als die Banken bereits das dauerhaft niedrige Zinsniveau erkannt haben mussten.

Rechtsanwalt Leipold liegen Fälle vor, in dem 2011 Swaps mit 30 Jahren Laufzeit und einem vereinbarten Zins von 4,3 % und höher  abgeschlossen worden sind.

Bei Abschluss wurden variable Darlehen mit dem Hinweis der absoluten Flexibilität verkauft. Was niemand der Kunden so richtig verstanden hat, ist die Problematik, dass man aus einem Swap nicht einfach aussteigen kann. Zumindest nicht ohne Ablösezahlung.

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold ist seit Jahren maßgeblich an der Rechtsprechung gegen Banken bei Swaps beteiligt und hat sich seit 2007 auf die erfolgreiche Durchsetzung von Ansprüchen aus gescheiterten Swapgeschäften spezialisiert.

Betroffenen Kunden der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg kann nur empfohlen werden, ihre Swapverträge von einem Spezialisten prüfen zu lassen. Besonders wichtig ist auch die Frage der Verjährung. Nach dem das Jahr 2018 bald schon zu Ende ist, sollte darauf besonders geachtet werden.

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