Landgericht Hamburg – Aufklärungspflicht auch bei Swaps im Dreipersonenverhältnis?

Das Landgericht Hamburg hat in einem Verfahren wegen gescheiterten Swapgeschäften in der mündlichen Verhandlung eine Aufklärungspflicht wegen einem anfänglich negativen Marktwert auch bei der beratenden Sparkasse Holstein angedeutet.

In diesem Verfahren geht es um Swaps die die Sparkasse Holstein beraten hat und welche von der Helaba verkauft worden sind.

 

Der Vorsitzende Richter hat ausgeführt, dass er nach seiner ersten Einschätzung eine Aufklärungspflicht der Sparkasse Holstein auch im Dreiperosonenverhältnis sieht. In diesem Verfahren hatte die Sparkasse nicht abgestritten, dass sie einen Teil des anfänglich negativen Marktwerts als Provision erhalten hat.

 

Diese Problematik ist aus zahlreichen Fällen in ganz Deutschland bekannt in denen eine Sparkasse und eine Landesbank (Helaba, West LB, Bayerische Landesbank) involviert sind.

 

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold hat diese Problematik in zahlreichen verfahren bereits vorgetragen und die Gerichte sehen immer öfter eine Aufklärungspflicht.

 

Darüber hinaus wurde im Verfahren vor dem Landgericht Hamburg auch die besonders lange Laufzeit über 10 Jahre kritisiert. Auch hier sieht das Gericht zur Recht einen Angriffspunkt. Die Rechtsprechung beim Bundesgerichtshof ist diesbezüglich noch nicht gefestigt.

 

Insgesamt werden im Norden wesentlich mehr Fälle vergleichsweise beendet, als im Süden und der Mitte Deutschlands. Es ist ersichtlich, dass im Norden Deutschlands Banken und Kunden noch an einer gesunden Geschäftsbeziehung interessiert sind. 

 

Im Norden sind es vor allem die Hamburger Sparkasse, die Sparkasse Holstein und die Nord Ostsee Sparkasse die mit gescheiterten Swaps auffallen. Dabei haben alle Sparkassen sowohl im Zweipersonenverhältnis, als auch im Dreipersonenverhältnis Swaps verkauft.

Betroffenen Kunden kann jedenfalls nur empfohlen werden, ihre Swapverluste durch einen spezialisierten Rechtsanwalt bei seiner Bank geltend zu machen. Rechtsanwalt und Fachanwalt Michael A. Leipold hat sich seit 11 Jahren auf die erfolgreiche Durchsetzung von Swapverlusten spezialisiert. Gerne könne Sie eine kostenlose Ersteinschätzung anfordern, um somit eine Einschätzung ihres Falls zu bekommen.

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