LG Dortmund sieht Verpflichtung zur Aufklärung bei Swaps über negative Zinsen

In einem Verfahren vor dem LG Dortmund gegen die VolksbankHamm sieht die zuständige Kammer eine Aufklärungspflicht über die Möglichkeit negativer Zinsen.

Die damalige Volksbank Dortmund (heute Hamm) hat zusammen mit der DZ Bank zahlreiche Swaps verkauft. Auch in diesem Fall werden diese heute zu einem Problem im Rahmen der Finanzierung. Aus diesem Grund hat ein Unternehmen eine millionenschwere Klage gegen die Volksbank Hamm auf Schadensersatz aus Swapverlusten beim LG Dortmund durch die Kanzlei Leipold eingereicht.

 

In einer ersten mündlichen Verhandlung, hat der Vorsitzende Richter darauf hingewiesen, dass die Kammer durchaus eine Pflicht zur Aufklärung über mögliche negative Zinsen und die daraus resultierenden Folgen sieht. Die FKonsequenz wäre bei einer Aufklärungspflichtverletzung die Rückabwicklung der Swapgeschäfte.

 

Die DZ Bank hat zusammen mit ihren Volks- und Raiffeisenbanken viele dieser Swapgeschäfte an ihre Kunden verkauft und damit meist gut verdient. Die Risikoaufklärung dürfte hingegen meist zu oberflächlich gewesen sein. Die Rechtsprechung befasst sich seit über 10 Jahren mit gescheiterten Swapgeschäften und stellt hohe Anforderungen an die Banken bei der Beratung.

 

So müssen die Banken in einem Zweipersonenverhältnis immer auch über den anfänglich negativen Marktwert aufklären. Dieser Wert ist in jedem Swapgeschäft enthalten und führt bereits bei Abschluss zu hohen Verlusten beim Kunden.

 

Betroffenen Kunden der Volksbank Hamm, aber auch von anderen Banken wird dringend empfohlen ihre Unterlagen von einem Spezialisten prüfen zu lassen.

 

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold, hat sich seit 2007 auf die Durchsetzung von Ansprüchen aus Swapgeschäften spezialisiert. Er vertritt erfolgreich Mandanten aus ganz Deutschland. Dabei sind Privatleute, Unternehmen und Kommunen von Rechtsanwalt Leipold bereits erfolgreich vertreten worden.

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